Tierversuche | Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.Die Versuchstierzahlen, aufgeschlüsselt nach Bundesländern, zeigen: Baden-Württemberg ist - wie auch schon im Vorjahr - trauriger Spitzenreiter im „Verbrauch“ an Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken. Der Deutsche Tierschutzbund hat die neuesten Zahlen für 2016 auf Anfrage vom zuständigen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erhalten. Insgesamt zeigen diese einen erneuten Anstieg – auf fast drei Millionen Tiere.

Baden-Württemberg „verbraucht“ am meisten Tiere

Auf Baden-Württemberg mit 480.902 Tieren folgen Nordrhein-Westfalen mit 470.376 Tieren und Bayern mit 387.316 Tieren. Fast die Hälfte aller zu wissenschaftlichen Zwecken verwendeten Tiere wird in diesen drei Bundesländern eingesetzt. Niedersachsen liegt mit 286.267 Tieren auf dem fünften Platz.

Umgerechnet auf den „Pro-Kopf-Verbrauch“ liegt Hamburg an der Spitze, gefolgt von Berlin. Auffällig ist auch Schleswig-Holstein: Im Vergleich zum Vorjahr 2015 stieg die Anzahl der Tiere um 46 Prozent an – auf insgesamt 81.263 Tiere.

Die bundesweiten Zahlen zeigen, dass der Verbrauch von Tieren zu wissenschaftlichen Zwecken auf hohem Niveau stagniert, sogar noch leicht gestiegen ist: im Jahr 2016 um 1,9 Prozent auf insgesamt 2.854.586 Tiere. Dabei wurden vor allem Nager (79 Prozent) und Fische (12 Prozent) in Tierversuchen verwendet. Aber auch 3.976 Hunde, 2.418 Affen und 766 Katzen kamen zum Einsatz.