Auch wenn es manchem etwas befremdlich vorkommt: gemäß § 90 a des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB) sind Tiere zwar keine Sachen, jedoch sind für Tiere die für Sachen geltenden Vorschriften anzuwenden. Mangels spezieller gesetzlicher Regelungen zu Fundtieren kommen somit die Bestimmungen über Fundsachen (§§ 965 ff. BGB) zur Anwendung.

Konkret bedeutet das, dass aufgefundene Tiere, wie sie üblicherweise vom Menschen gehalten werden (Hunde, Katzen, Ziervögel, aber auch landwirtschaftliche Nutztiere etc.), vom Finder unverzüglich beim Ordnungsamt der Stadt Goslar sowie im Tierheim Goslar anzuzeigen sind. Es ist nicht zulässig, ein Fundtier selbst zu Hause zu behalten und beispielsweise nur durch Flugblätter o.ä. darauf aufmerksam zu machen.

Darf ich ein Fundtier behalten?

Ein Fundtier bleibt zunächst Eigentum des ursprünglichen Halters. Das Eigentum an dem Fundtier erwirbt die Finderin/der Finder erst nach Ablauf von sechs Monaten (beginnend mit der Fundanzeige bei der zuständigen Behörde). Unter Umständen ist es möglich, mit einem Vorbehalt bis zur endgültigen Eigentumsübergabe das Tier bereits vorher in die Obhut eines neuen Halters zu übergeben. Dieser Sachverhalt muss individuell mit dem Tierheim abgestimmt werden.

Suchmeldungen bei Tasso e.V.

Auf der Website des größten deutschen Tierregisters Tasso e.V. können Sie die aktuellen Suchmeldungen - sortiert nach Tierart und Postleitzahlen-Gebiet - durchstöbern. Vielleicht entdecken Sie ja zufällig jenes Tier, welches Ihnen zugelaufen ist und von seinem verzeifelten Halter bereits gesucht wird?