Im Winter sorgen sich Tierbesitzer oft um die Gesundheit ihrer Vierbeiner. Grundsätzlich gilt zwar, dass Tiere dank ihres Winterfells sehr gut mit der Kälte zurechtkommen. Trotzdem sind – dem Tier zuliebe – einige grundlegende Ratschläge zu befolgen.

Von Steve Niewisch

Tierisch durch den WinterHunde

Hunde sollen bei sehr niedrigen Temperaturen mehrmals täglich nur kurz ausgeführt werden, insbesondere sehr kurzhaarige, alte oder kranke Tiere. Achten Sie bei längeren Spaziergängen darauf, dass Ihr Vierbeiner in Bewegung bleibt. In Verbindung mit Nässe setzt auch Hunden die Kälte verstärkt zu; nach dem Spaziergang sollten sie deshalb sorgfältig abgetrocknet und vor Zugluft geschützt werden. Wenn die Pfoten Kontakt mit Streusalz hatten, sollten sie daheim mit lauwarmem Wasser abgespült werden.

Für viele Hunde ist der Schnee auch eine „kulinarische" Verlockung, doch können die Kälte und die möglicherweise im Schnee enthaltenen Erreger oder Schadstoffe (beispielsweise Streusalz) zu Erbrechen, Durchfällen bis hin zu Magen- und Darmentzündungen führen.

Noch eine Bitte: dank ihres Winterfells benötigen gesunde Haustiere keine Pullover oder Jacken; "Kleidung" schadet den Tieren oft mehr, statt ihnen zu helfen, da sie die Bewegungsfreiheit einengen. Wenn Sie Ihrem Hund etwas Sinnvolles kaufen möchten, spendieren Sie ihm ein Leuchthalsband oder Blinklichter für das Halsband oder das Brustgeschirr, so dass Auto- und Radfahrer die Tiere in der dunklen Jahreszeit schon aus großer Entfernung sehen.

Katzen

Katzen bewegen sich nur ungern bei Regen, Schnee und Kälte über längere Zeit im Freien und legen daher in der kalten Zeit viel Wert auf Ruhe und einen warmen Platz. Freigänger-Katzen müssen also jederzeit die Möglichkeit haben, in der Wohnung Schutz zu suchen, insbesondere über Nacht. Hat die Katze einen Lieblingsplatz im Haus, sollte es an diesem nicht zugig sein, da viele Katzen empfindlich auf Zugluft reagieren und sich leicht einen Schnupfen holen.

Nager

Kaninchen und Meerschweinchen dürfen nur im Freien überwintern, wenn sie rechtzeitig an die Freilandhaltung gewöhnt wurden und Rückzugsmöglichkeiten in einen frostfreien Unterschlupf bestehen. Ratten, Mäuse oder Hamster können hingegen im Winter nicht im Freien gehalten werden.